“Ich höre immer nur elektronisch. Es gibt noch jede Menge anderer Wachstumsfelder.” – Interview mit Gerrit Klein, Ebner Verlag, zur Zukunft der Zeitschriftenverlage

Mobile Magazines, Paid Services, Editorial Commerce etc. – Welche Themen und Hauptfragestellungen beschäftigen Sie aktuell am meisten und was werden 2013 die größte Herausforderung für Sie als Zeitschriften-Publisher sein?
Unsere – und damit meine ich alle Verlage – größte Herausforderung wird es sein, stimmige strategische Wachstumsoptionen zu definieren. Eines ist überdeutlich: Das alte Publishing Modell hat seine Grenzen erreicht. Den eigenen Horizont zu transzendieren und gleichzeitig das immer noch bestehende beachtliche Kerngeschäft zu erhalten fordert einen intellektuellen Spagat, der herausfordernd ist.

 

Viele Zeitschriftenverlage stehen angesichts der Rückgänge von Auflagen und Werbeeinnahmen vor der Herausforderung, neue Wachstumsmärkte und neue Erlösquellen zu erschließen. Wo hat Ihr Verlag Neuland betreten und welche Erfahrungen haben Sie hier gemacht? Weiterlesen

Fachmedien sind Relevanzfilter – Interview mit der Referentin Brita Westerholz, Verlagsleitung Agrar-Medien, dfv

 

  1. Mit den „B2B-Wertewelten” hat der dfv bereits die zweite Studie zu Fachmedien publiziert. Was war Ihr Motiv für die neue Untersuchung?
    Die Fragmentierung der Medien sorgt auch für eine deutliche Verschärfung des intermedialen Wettbewerbs, denn die Zeitbudgets der Leser bzw. die Mediabudgets der Kunden wachsen nicht mit. So steht vor jeder Entscheidung für ein Abo, für die Teilnahme an einem Event oder für die Buchung von Werbeplätzen immer die Entscheidung für die Gattung. Deswegen ist es wirklich wichtig, an dieser vorgelagerten Verkaufsfront für Transparenz zu sorgen und pro Fachmedien nachhaltig zu punkten. Erst, wenn hier positiv entschieden wird, können unsere Salesteams auf der Ebene der einzelnen Medienmarken ansetzen.

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“Mehr Mut zur Veränderung. Wichtig ist eine schöpferische Zerstörung.” – Interview mit Hans-Joachim Jauch, Oldenbourg Industrieverlag

1. Sie haben die Zeitschrift atp edition einem „radikalen Relaunch“ unterzogen. Was waren die Gründe und die Ziele?

Anfang 2009 wirkte sich die globale Wirtschaftskrise bei der Zeitschrift atp – Automatisierungstechnische Praxis durch einen raschen, heftigen Rückgang der Anzeigenschaltungen aus. Wir produzierten damals aufgrund einer Liefervereinbarung mit der GMA (Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik im VDI/VDE) monatlich über 16.000 Hefte, größtenteils für deren Mitglieder. Das Heft wurde zum Verlustbringer. Da wir nicht wussten, wie lang die Anzeigenkrise andauern würde, entschlossen wir uns, rasch zu handeln; mit dem Ziel, schon ab 2010 wieder profitabel zu sein.


2. Wie sind Sie vorgegangen? Wie haben Sie Mitarbeiter, Leser und Anzeigenkunden eingebunden?
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