“Fach- und Special-Interest-Verlage haben ein echtes Pfund: Ihre Experten” – Interview mit Britta Kroker zu E-Learning

Anlässlich unseres Zertifikatskurses “E-Learning-Projektmanager ADB” haben wir mit einer der Fachreferentinnen, Britta Kroker (Pink University), ein Interview geführt:

 

1) Sie haben viele Jahre als Verlagsleiterin und Programmverantwortliche für den Campus Verlag gearbeitet. Was hat Sie dazu bewogen, die klassische Verlagsarbeithinter sich zu lassen und die Pink University zu gründen?Kroker, Britta_2012

Ich sehe die digitale Medienrevolution als eine große Chance, neue Märkte zu erschließen. Dafür brauchen wir Produkte, die für die digitalen Medien geschaffen sind und den Kunden einen echten Mehrwert bieten.  Mit den Videotrainings der Pink University können die Menschen jetzt das Wissen der besten Experten erfahren, und sie können die Experten gleichzeitig hören, sehen und damit umfassender erleben. Videos passen außerdem sehr gut in unsere schnelle und mobile Welt. Wir setzen auf kleine Lerneinheiten à 10 Minuten, auf flexibles Lernen – dann, wenn man es braucht, und auf die hohe Affinität der Menschen zu allem, was visuell ist. Weiterlesen

“Wir sind beweglicher und kreativer im Provisorischen” – Interview mit Stephan Grünewald zur Arbeitswelt von morgen

Anlässlich der Konferenz „Most Wanted! Kluge Köpfe für den Wandel – Personalentwicklung im Verlag 3.0“ haben wir mit Stephan Grünewald vom rheingold institut gesprochen. Herr Grünewald referiert am 8. März zum Thema “Visionen 2030: Erschöpfung oder Schöpferkraft? Wie wir in Zukunft arbeiten werden”.

 

„Perfektion ist lebensfeindlich. Glück entsteht im Provisorischen“ – Gilt dieses Zitat von Ihnen auch für unsere zukünftige Arbeitswelt?

Stephan Grünewald

Stephan Grünewald

Ja, absolut. Denn das Problem der Perfektion ist: Sie ist unerfüllbar und man verrennt sich da mit der Zeit immer fester. Das raubt den inneren Freiraum. Das Provisorium hingegen gibt genau diesen Freiraum. Wir sind beweglicher und kreativer im Provisorischen – ich erwähne in dem Zusammenhang immer gern den Kölner Dom: 600 Jahre Dombau-Provisorium! Für das Arbeitsleben bedeutet das: Wir brauchen keine Arbeitswelt, die komplett durchgetaktet ist, die permanent nur verlangt, Benchmarks zu erfüllen, die nur auf Controlling und Planziele setzt und sich in der Formalisierung verheddert – sondern eine, die grobe Leitideen vorgibt, innerhalb derer jeder einzelne Freiraum bei der Umsetzung hat.

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„Vertieftes Wissen für das Dialogmarketing in Verlagen“ – Interview mit Bernd Zanetti

Ob im Abo-Geschäft oder bei der Vermarktung von Datenbanken, Apps & Co – (Fach-)Verlage können den Dialog mit ihren Kunden heute vielfältiger gestalten als jemals zuvor. Wie ein neuer Zertifikatskurs der Akademie des Deutschen Buchhandels das dafür notwendige Know-how vermittelt, erklärt Geschäftsführer Bernd Zanetti.

 

1)     Im März bietet die ABernd Zanettikademie des Deutschen Buchhandels erstmalig den Zertifikatskurs Dialogmarketing Manager Print/Online ADB an. Warum dieses Thema in diesem Format?

Wir reagieren mit dem „Dialogmarketing Manager Print/Online“ auf den Umstand, dass Online-, Social-Media- und Mobile Marketing in (Fach-)Verlagen weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig werden die „klassischen“ Werbemittel nach wie vor eingesetzt – und das in der Regel mit großen Erfolg. Vor diesem Hintergrund bietet das Seminar eine integrierte Sichtweise, um Mitarbeitern aus Verlagen und Medienunternehmen umfassend im Direkt- bzw. Dialogmarketing fortzubilden. Weiterlesen

Journalismus und Social Media – Gregor Vogelsang im Akademie-Interview

Social Media-Redakteur, Community-Manager, Social Network-Manager – Ist die „Facebook-Redaktion“, wie es im Titel Ihrer Keynote heißt, lediglich ein weiteres Arbeitsfeld für Journalisten oder ein gänzlich neues Berufsbild? Wie sieht der Journalist der Zukunft aus?
Weder noch: Der Umgang mit Menschen in Sozialen Netzwerken ist inzwischen ein zentraler und integraler Bestandteil journalistischen Arbeitens. Wer heute als Kapitän auf einem Großsegler seinen Dienst verrichtet, benötigt im Vergleich zu vor 500 Jahren auch andere, zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten.

Gregor Vogelsang
Es geht also nicht so sehr darum, in Zukunft alles anders zu machen. Social Media eröffnet vor allem neue Wege, um das, was guten Journalismus ausmacht, besser zu machen: Journalisten sind damit in der Lage bessere Geschichten zu erzählen, weil sie neue, direktere Möglichkeiten der Recherche zur Verfügung haben (Stichwort: Crowd Sourcing). Außerdem können sie sich damit viel direkter mit den Mediennutzern auseinander setzen. Und: Journalisten haben damit einen neuen Kanal zur Verfügung, um Inhalte zu verbreiten. Das bedeutet natürlich auch eine Umstellung für den einen oder anderen Journalisten. Für eine Social Media-Plattform zu schreiben, die richtigen Worte und den richtigen Ton auf oftmals nur 140 Zeichen zu treffen weicht sehr stark von der „klassischen“ Berichterstattung ab. Der direkte Dialog auf Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter & Co. wird immer wichtiger. Zeitnahe Reaktion, der Umgang mit manchmal kritischem User-Feedback, die Interaktion zwischen Autor und Leser oftmals in Echtzeit – diese Aspekte von Social Networks sind neue Herausforderungen, denen sich ein Journalist heute stellen muss.


Wie passen Qualitätsjournalismus und Social Media zusammen?

Qualität ist nicht allein dadurch gegeben, dass ein Beitrag gedruckt oder gesendet wird. Und Qualität hat auch nichts mit der Länge des Beitrags zu tun, siehe die berühmte „Short Story“ – heute  würde man dazu Tweet sagen – von Earnest Hemingway: „For sale: Baby shoes, never worn.“ Weiterlesen